Ambulante Pflege und Hauswirtschaft > 3. Allgemeine Informationen zur Pflegeversicherung

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Hier finden Sie interessante Informationen/Links:

„Pflegeleistungshelfer“ des Bundesgesundheitsministeriums

Sie können dort in wenigen Schritten sehen, welche Leistungen Sie in Anspruch nehmen können und was ggf. zu tun ist: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/pflegeleistungs-helfer.html

 

INFORMATIONEN ZU PFLEGE- AUSZEITEN FÜR BESCHÄFTIGTE

Seit 2008 gibt es zu dem Stichwort „Pflegezeit“ Entlastungsangebote für Arbeitnehmer, die Angehörige pflegen:

1. Freistellung: 10 Tage für den Notfall
Ein Mitglied der Familie wird plötzlich zu einem Pflegefall, in dieser Situation können sich Betroffene einmalig- unbezahlt, aber sozialversichert- für maximal 10 Tage von der Arbeit freistellen lassen.
Dieses Recht hat jeder Arbeitnehmer unabhängig von der Größe des Betriebes in dem er arbeitet.
Der Ar­beit­ge­ber darf in die­sem Zu­sam­men­hang ei­ne ärzt­li­che Be­schei­ni­gung über die Pfle­ge­bedürf­tig­keit des An­gehöri­gen, als auch über die Notwendigkeit einer solchen Freistellung verlangen.

2. Pflegezeit: max. 6 Monate
Pflegen Arbeitnehmer einen nahen Angehörigen zu Hause, haben diese einen Rechtsanspruch, sich für max. 6 Monate- unbezahlt, aber sozialversichert, mit dem Anrecht auf Weiterbeschäftigung nach der Pflegezeit- freistellen zu lassen.
Bei dem zu Pflegenden muss min. die Pflegestufe 1 bestehen.
Zusätzlich ist zu beachten, dass diese Pflegezeit nur beantragt werden kann, wenn der Arbeitgeber mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Pflegezeit ist beim Arbeitgeber mindestens 10 Tage vor Inanspruchnahme schriftlich anzukündigen. Dabei sollen der gewünschte Zeitraum wie auch der zeitliche Umfang mitgeteilt werden.
Auch eine Arbeitszeitverkürzung ist hierbei möglich.

3.Familienpflegezeit: max. 2 Jahre
Ergänzt wurde das Gesetz 2012 durch die  Familienpflegezeit. Arbeitnehmer, die Angehörige pflegen, können- mit Zustimmung des Arbeitgebers, hierzu gilt kein Rechtsanspruch- max. 2 Jahre lang ihre Arbeitszeit auf die Hälfte- allerdings nicht weniger als 15 Std./W.- reduzieren.
Während dieser Zeit erhalten diese Arbeitnehmer 75 Prozent ihres bisherigen Bruttolohns. Nach dieser Familienpflegezeit  arbeitet der Arbeitnehmer wieder mit dem ursprünglichen Stundenumfang, erhält aber weiterhin 75 Prozent seines Entgelts.
Dies erfolgt so lang, bis das „Konto“ wieder ausgeglichen ist.
(Das Ausfallrisiko  muss selbstverständlich für die Pflege- und Nachholphase versichert werden)

4. Bezahlte Auszeit: bis zu 10 Tage
Diese Lohnersatzleistung soll in einem separaten Gesetz geregelt werden, und ab dem 01.01.2015 in Kraft treten.
Durch das Pflegestärkungsgesetz 1 sollen- zur Finanzierung dieser Leistung- 100 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden.
Diese Leistung ist vergleichbar mit dem Kinderkrankengeld und soll denen zur Verfügung stehen, die kurzfristig die Pflege eines Angehörigen (evtl. wird die Möglichkeit der Inanspruchnahme auf noch weitere Personenkreise ausgeweitet, wie Freunde, Nachbarn etc.) organisieren müssen. Sie können eine bis zu zehntägige Auszeit vom Beruf erhalten.

Zu diesem Thema gibt es einen „10-Wege-Plan“, in ihm werden Aktionsmöglichkeiten und Hilfen vorgestellt mit denen man private und berufliche Verpflichtungen evtl. besser vereinbaren kann.
Die Übersicht kann unter der folgenden E-Mail-Adresse kostenlos bestellt werden:
berufundfamilie@rps.aok.de

 

NEUES INFOPORTAL IM INTERNET FÜR PFLEGEBEDÜRFTIGE

Das Portal wird vom Zentrum für Qualität in der Pflege getragen, gefördert wird es vom Bundesfamilienministerium.
Hier erhalten Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und auch professionell Pflegende praktische und präventive Tipps, die Ihnen unter Umständen in schwierigen Situationen helfen.

Die Seite finden Sie hier: www.pflege-gewalt.de

 

Bei offenen Fragen stehen wir Ihnen in einem Telefongespräch gerne jederzeit zur Verfügung. Für ein persönliches Gespräch bitten wir vorab um eine Terminabsprache.

 


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